Geschenk bestanden

Meine Eltern haben mir zu Weihnachten ein Geschenk gemacht, über das ich gleich aus mehreren Gründen heulen musste.

Erstens hätte ich es mir nie selbst geschenkt. Nie.

Zweitens war ich dafür noch nicht bereit. Trotzdem wusste ich in dem Moment, in dem ich es auspackte, dass ich eines Tages dafür bereit sein würde. Bereit sein musste.

Drittens war es so unglaublich richtig, wie ein Startschuss oder ein Weckruf.

Viertens war es ziemlich teuer.

Doch nicht zuletzt zeigte es mir, dass meine Eltern ganz genau wissen, was mir gefehlt hat in den letzten Monaten.

Und auch wenn ich es mir nie selbst geschenkt hätte und ich auch vom Kopf her immer noch nicht bereit bin und es so unglaublich teuer war, habe ich den Gutschein vor einigen Tagen eingelöst.

Und das Ergebnis ist: ich darf wieder Sport treiben! Mein Körper ist bereit. Die Verletzungen sind verheilt, Gelenke und Beweglichkeit sind nicht eingeschränkt, der Kreislauf ist in Ordnung, die Muskulatur allerdings ist, wie zu erwarten, nur noch ein Schatten ihrer selbst, und sowohl die Kondition als auch die Kraft sind ein schlechter Witz im Vergleich zu früher, aber: ich kann wieder anfangen.

Die Sportmedizinische Untersuchung war erfolgreich. Ein ganzer Tag mit Untersuchungen, Strampeln auf dem Ergometer, EKG, Laktattest, Lungenvolumenmessung, Blutuntersuchungen, das volle Programm. Ich habe mich gefühlt wie ein Profisportler. Zumindest von der Umgebung her.

Jetzt muss ich nur noch den nächsten Schritt machen.

Sport.

Vielleicht kriege ich mit seiner Hilfe meinen Kopf wieder frei.

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