Probleme hoch drei

Ich bekam im weiteren Verlauf des Valentinstags tatsächlich drei Geschenke, oder zumindest Grüße.

Der erste Valentinsgruß war eine Messenger-Nachricht von Rüdi.

„Ich wünsche dir einen tollen Tag. Wenn du magst, würde ich dich gerne wiedersehen. Wir können auch gerne Kaffee statt Wein trinken!“

Ach, Rüdi. Ich habe auch ohne dich schon genügend Probleme. Hätten wir uns doch nur zu einem günstigeren Zeitpunkt kennengelernt … dann würde ich mich Hals über Kopf in dich verlieben. Ja, unsere Begegnung auf der Party war sehr schön gewesen. Aber ich bin leider noch nicht bereit für etwas Neues.

Der zweite war eine Mail von Morten. Da kann ich ihn schlecht sperren, und ich war an diesem Tag ohnehin schon emotional aus der Kurve geflogen, also las ich sie.

„Liebe Anna, ich möchte nicht mehr sagen als dass ich deine Entscheidung respektiere, auch wenn sie mich sehr traurig gemacht hat. Ich wünsche dir alles Gute. Dein M.“

Oh, Morten! Ich hoffe, dass es dir in deiner neuen Beziehung bald besser geht. Und dass ich meine schönen Erinnerungen an dich irgendwie … unter Kontrolle bringen kann.

Der dritte war … ungewöhnlich. Es handelte sich um eine Postkarte von einem … einer mir vollkommen unbekannten Absenderin.

Auf der Vorderseite war ein sinniger Spruch aufgedruckt:

„Wenn Dir jemand nicht mehr aus dem Kopf geht, dann gehört er in Dein Herz.“

Meine erste Assoziation war, dass ich bis vor ein paar Tagen am liebsten genau das über Morten hätte denken mögen. Doch auf der Rückseite stand, in einer ausgesprochen schönen weiblichen Handschrift:

„Nichts führt einen mehr auf Abwege als eine offensichtliche Tatsache. Wenn man alle vermeintlich logischen Lösungen eines Problems eliminiert, ist die unlogische unweigerlich richtig, auch wenn sie unmöglich erscheint. Denken ist das neue sexy.

Sei sexy, Anna.

Irene“

Ich war gelinde gesagt verwirrt. Nicht dass ich noch nie von einer Frau angesprochen worden wäre, aber mein Revier ist eindeutig das andere Geschlecht.

Tut mir leid, Irene, aber mit uns wird das vermutlich nichts, auch wenn du meinen Lieblingsdetektiv zu zitieren versucht hast.

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